Ein erster Blick auf
Ihre Geschenke

In diesem speziellen Dezember werden wir jeden Freitag eine neue Branche und die Auswirkungen des StaRUG besprechen, beginnend mit einem kurzen Rückblick auf das Gesetz.

Nächster Artikel am Dezember 10

Season's Greetings

Je nach Entwicklungsphase haben Unternehmen verschiedene Bedürfnisse hinsichtlich ihrer Finanzierung und dem Einsatz von Fördermitteln. Im Rahmen dieser werden zum Beispiel Start-ups mit Risikokapital unterstützt. Aber auch etablierte Unternehmen können von Finanzspritzen wie Fremdmitteln und Förderzuschüssen profitieren. Denn diese machen es möglich, das Geschäft zu erweitern, neue Produkte zu entwickeln oder verbesserte Dienstleistungen anzubieten.

In Deutschland gibt es über 400 Förderprogramme für Unternehmen. Neben der privaten Unternehmensförderung durch Investoren gehören dazu vor allem staatliche Fördermittel, etwa von Bundesländern, dem Bund oder der Europäischen Union. Im Folgenden erfahren Sie mehr über die unterschiedlichen Arten der Unternehmensförderung für kleine und mittlere Unternehmen sowie über spezielle Corona-Überbrückungshilfen. Wir erklären Ihnen, wie Sie Zugang zu den Fördergeldern erhalten. Diese Gelder können unter anderem dazu beitragen, die Restrukturierung des Unternehmens zu finanzieren.


Die verschiedenen Arten der Unternehmensförderungen

Die staatliche Förderung ist in jeder Entwicklungsphase eines Unternehmens eine willkommene finanzielle Unterstützung. Die EU, der Bund und die Länder verteilen pro Jahr Milliarden an Fördergeldern. Jedoch sollten Sie darauf achten, eine passende Finanzierung zu finden. Dabei handelt es sich meistens um Zuschüsse, die nicht zurückgezahlt werden müssen. Aber auch zinsgünstige Darlehen sowie Investitionen von stillen Gesellschaftern sind wichtige Fördermöglichkeiten.

Die folgenden vier Arten der Unternehmensförderung für Gründer und für etablierte Unternehmen sind in Deutschland verbreitet:

  1. Zuschüsse: Ein beliebtes Fördermittel für Privatpersonen und für Unternehmen sind Zuschüsse wie etwa das Einstiegsgeld und der Gründungszuschuss für Selbstständige, Forschungstransfers sowie Zuschüsse für Unternehmensberatungen. Letztere gibt es unter anderem beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA). Unter anderem können Unternehmen in Schwierigkeiten einen Beratungszuschuss erhalten, um Hilfe bei allen Fragen der Wiederherstellung der Leistungs- und Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten.
  2. Kredite: Für etablierte Unternehmen sind vergünstigte Unternehmenskredite eine wichtige Art der Unternehmensförderung. Beispielsweise können Sie von der bundeseigenen Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) im Rahmen des ERP-Regionalförderprogramms ein zinsgünstiges Darlehen erhalten. Besonders viele Fördermittel gibt es für energetische Sanierung oder den Ausbau erneuerbarer Energien.
  3. Sicherheiten: Von den privatwirtschaftlichen Bürgschaftsbanken erhalten Sie Sicherheiten, die bei der Kreditfinanzierung helfen. Dies ist vor allem für Unternehmen eine wertvolle Unterstützung, die eine Restrukturierung mit Hilfe des StaRUG planen.
  4. Eigenmittel: Über Investmentfonds, stille Beteiligungen oder ein Gründungskapital von der KfW gelingt es Ihnen, auch für neue Unternehmen das benötigte Startkapital zusammenzutragen.

Corona Überbrückungshilfe – Unternehmensförderung in der Krise


Die Corona-Pandemie hat seit dem Frühjahr 2020 zu vielen finanziellen und anderen Herausforderungen für Unternehmen geführt. Zum Glück gibt es wirtschaftliche Unterstützung durch die Bundesregierung. Unternehmen und Solo-Selbstständige, die negativ von der Corona-Pandemie betroffen sind, können daher eine finanzielle Überbrückungshilfe beantragen. Diese wurde bis zum 30. September 2021 verlängert.

Im Rahmen der sogenannten Überbrückungshilfe III Plus dürfen Unternehmen, die von staatlichen Schließungsmaßnahmen betroffen sind, bis zu 40 Millionen Euro als Schadensausgleich geltend machen. Die rechtliche Grundlage dafür ist die Bundesregelung Schadensausgleich. Weitere wichtige Förderquellen sind das KfW-Sonderprogramm 2020 sowie der Wirtschaftsstabilisierungsfonds.

Höhe der Förderung aus der Corona Überbrückungshilfe

Um die Corona Überbrückungshilfe beantragen zu können, müssen Sie einen Corona-bedingten Umsatzeinbruch von mindestens 30 Prozent nachweisen. Ist dies der Fall, ersetzt der Staat Ihrem Unternehmen den weggefallenen Umsatz. Maximal gibt es in einem Monat 10 Millionen Euro. Zudem gibt es eine Obergrenze für die Förderung aus Programmen wie der Überbrückungshilfe III und der Überbrückungshilfe III Plus, die bei 52 Millionen Euro liegt. Davon dürfen 12 Millionen Euro aus dem EU-Beihilferahmen und 40 Millionen Euro aus dem Beihilferahmen der Bundesregelung Schadensausgleich kommen.

Zusätzlich erhalten Unternehmen, die Personal aus der Kurzarbeit zurückholen oder neu einstellen, eine Personalkostenhilfe namens Restart-Prämie. Im August 2021 handelt es sich dabei um einen Zuschuss von 40 Prozent auf die Differenz der tatsächlichen Personalkosten zu den Kosten der letzten Monate. Im September 2021 beträgt der Zuschuss noch 20 Prozent. Danach fällt er weg.

Wichtig: Künftig können im Rahmen der Überbrückungshilfe III Plus auch Anwalts- und Gerichtskosten bis zu 20.000 Euro für die Restrukturierung von Unternehmen übernommen werden. Sollte Ihr Unternehmen also durch die Corona-Pandemie in wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten sein, können Sie sich bei der Restrukturierung gemäß StaRUG finanziell unterstützen lassen. Wir beraten Sie dazu, welche Restrukturierungsmaßnahmen für Sie in Frage kommen.

Krisensituation auch in Ihrem Unternehmen? Erfahren Sie mehr zu Sanierungskonzepten

Welche staatlichen Fördermittel gibt es für Unternehmen?

Neben der Corona Überbrückungshilfe gibt es in Deutschland auch andere staatliche Förderungen für Unternehmen. Besonders bekannt ist die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW), die zinsgünstige Darlehen und Zuschüsse vergibt. Aber auch das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) ist für staatliche Förderungen zuständig.

Darüber hinaus lohnt es sich, nach regionalen Förderangeboten der Länder zu suchen. Beispielsweise können Sie als kleines oder mittleres Unternehmen in Nordrhein-Westfalen von der NRW-Bank und in Niedersachsen von der N-Bank gefördert werden. Auch Selbstständige und Start-ups profitieren von finanziellen Förderungen.

Eine weitere öffentliche Unterstützung bieten kommunalen Förderprogramme, die von der jeweiligen Stadt oder Gemeinde vergeben werden. Häufig handelt es sich hier um eine finanzielle Unterstützung für die Umsetzung von nachhaltigen Maßnahmen wie dem Bau von Anlagen zur Nutzung regenerativer Energien. Aber auch Gründungen und andere Anliegen können gefördert werden.

Tipp: Lesen Sie sich die Förderbedingungen stets sehr gründlich durch. Viele Fördermittel sind streng an einen Zweck gebunden. Zudem müssen Sie meist erst die Förderung beantragen, bevor Sie mit der geförderten Maßnahme beginnen.

Förderung für kleine Unternehmen

Kleine Unternehmen profitieren meist besonders von kommunalen Fördermitteln. Aber auch Gründerprogramme sind für Start-ups interessant. Beachten Sie zudem EU-Fördermittel, die im Rahmen von regionalen Programmen ausgeschüttet werden. Häufig gibt es dafür nicht allzu viele Bewerber, sodass Sie recht gute Chancen haben, an die begehrten Fördermittel zu gelangen.

Grundsätzlich können Sie als Unternehmen sowohl von kommunalen und regionalen als auch von nationalen und EU-weiten Förderungen profitieren. Informieren Sie sich daher stets umfassend und lassen Sie sich von Experten beraten. Für kleinere und mittelständische Unternehmen finden Sie hier eine Übersicht relevanter Fördermittel.

EU-Fördermittel für Unternehmen

Informieren Sie sich zusätzlich zu den nationalen Fördermitteln für Unternehmen auch über EU-Unternehmensförderungen. Davon profitieren unter anderem öffentliche Einrichtungen, kleinere und mittelständische Unternehmen, Landwirte, Nichtregierungsorganisationen, junge Menschen und Forschende.

Für kleine und mittlere Unternehmen bietet die Europäische Union Finanzhilfen, Darlehen und Bürgschaften. Zudem gibt es Ausschreibungen für Waren oder Dienstleistungen. Um sich für die EU-Unternehmensförderung zu qualifizieren, muss Ihr Unternehmen zwischen 50 und 250 Beschäftigte haben und einen Jahresumsatz von maximal 50 Millionen Euro aufweisen. Alternativ kann die Bilanzsumme herangezogen werden, die höchstens 43 Millionen Euro betragen darf.

Wie können Sie als Unternehmen Fördergelder erhalten?

Als Unternehmen haben Sie verschiedene Möglichkeiten, Fördergelder zu erhalten. Überlegen Sie zunächst, wozu Sie die Finanzspritzen einsetzen möchten. Sie müssen ein konkretes Ziel für die Investition mit Fördermitteln nennen können, um sich für die Förderung zu bewerben. Die folgenden Zwecke für eine Förderung kommen in Frage:

  • Gründungszuschuss
  • Förderung von Unternehmensberatung
  • Corona-Überbrückungshilfe
  • Investition in neue Geschäftsideen
  • Weiterbildungszuschüsse
  • Günstige Kredite für den barrierefreien Ausbau, für E-Mobilität oder für den Einbau von Anlagen zur Erzeugung erneuerbarer Energien
  • Unternehmenssanierung im Rahmen einer Restrukturierung
  • Forschung und Entwicklung
  • Anschaffung neuer Betriebsmittel

Die Summe der Fördergelder hängt unter anderem von der Größe Ihres Unternehmens und von der jeweiligen Maßnahme ab. In dem gewählten Programm finden Sie genaue Angaben dazu, wie hoch die Förderung maximal ausfallen wird. Unter anderem steht dort auch, ob Sie die Förderung bei wirtschaftlichen Schwierigkeiten nutzen dürfen.

Lassen Sie sich bei der Beantragung von Fördergeldern am besten von Experten beraten. Denn das Vergabeverfahren kann recht aufwändig sein und viele Bedingungen beinhalten. Experten navigieren Sie durch den Förderdschungel und erhöhen Ihre Chancen auf staatliche, regionale oder EU-Förderung. Wichtig ist zudem, dass Sie sich stets gründlich auf Gespräche vorbereiten und so viele Unterlagen wie möglich vorlegen können.

Dabei gibt es nicht nur Fördergelder für bestimmte Maßnahmen, sondern auch spezielle Fördergelder für Unternehmen in wirtschaftlicher Not. Diese dürfen Sie unter anderem dazu nutzen, wenn Sie eine Restrukturierung oder eine  Unternehmenssanierung gemäß StaRUG planen. Diese können etwa aus der Überbrückungshilfe III Plus bestehen, aber auch andere Wirtschaftsförderungsprogramme unterstützen die Restrukturierung.

Ein starker Partner an Ihrer Seite – damit auch ein Unternehmen in Schwierigkeiten Förderungen erhält

In Deutschland gibt es über 400 Förderprogramme für Unternehmen. Somit sind Ihre Chancen gut, finanzielle Unterstützung für ein bestimmtes Vorhaben oder für die Überwindung wirtschaftlicher Schwierigkeiten zu erhalten. Dabei gibt es sowohl auf der kommunalen als auch auf der regionalen und nationalen Ebene viele Förderprogramme. Hinzu kommen Förderungen seitens der Europäischen Union: Auch private Förderungen, etwa durch stille Gesellschafter, sind eine wichtige Möglichkeit der Förderung von Unternehmen in Schwierigkeiten.

Sei es die Corona-Überbrückungshilfe, die Finanzierung der Restrukturierung von Unternehmen in Schwierigkeiten oder eine Finanzspritze für kleinere und mittelständische Unternehmen, bei Restructum finden wir für Sie die beste Förderung. Verlassen Sie sich auf unsere Experten, die nach einem Beratungsgespräch rasch eine Liste an geeigneten Förderprogrammen für Sie zusammenstellen. Selbstverständlich unterstützen wir Sie auch dabei, sich auf die Förderung zu bewerben und korrekt mit den Geldern umzugehen.


Tipp: Bei wirtschaftlicher Not erhalten Unternehmen durch Subventionen, Kredite oder Fördermittel finanzielle Unterstützung. Gehen Sie insbesondere bei Krediten vorsichtig vor, da diese die Unternehmenskrise auch verstärken können. Fördermittel für Unternehmen hingegen sind gerade für nachhaltige Vorhaben wie die Restrukturierung oft die beste und sicherste Alternative zu einem Kredit.

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